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One Year later…

ist es mal wieder Zeit!

Es ist jetzt über ein Jahr her das MoTwo und ich uns auf den Weg gemacht haben… und das ist definitiv zu lang! Also werden wir am 4. Mai uns wieder auf den Weg machen. Dieses mal haben wieder leider nur ein Wochenende aber das wollen wir in vollen Zügen genießen. Es geht wieder in den Harz aber diesmal ein wenig anders…

Was bisher geschah…

Wir ich euch ja schon in meinem Fazit zu unserem Harz-Hexen-Stieg Trip erzählt hatte hat und das Feuer vom vorletzten Wandertag letztes Jahr doch nachhaltig geprägt. Ich habe mir beigebracht mit Feuerstahl ein Feuerchen zu entzünden und das haben wir als Familie, das letzte Jahr immer sehr genossen.

Außerdem bin ich letztes Jahr auf den Trichter gekommen mir eine Hängematte zu kaufen und mich einfach mal unter das Sternenzelt zu Betten. Es ist so ein geniales Gefühl Abends, sanft wiegend, mit Blick in die Sterne einzuschlafen und morgens, eingemurmelt in einen warmen Schlafsack, mit kalter Nasenspitz und gut durchgelüftet aufzuwachen. Wenig später sind auch MoTwo und seine Schwester in den Genuss dieses Himmelbettes gekommen und fanden es super.

Was liegt also nach diesen Erfahrungen näher als dieses Wochenende tief in der Natur zu verbringen und diesesmal auf die Annehmlichkeiten einer Pension am Ende des Tages zu verzichten…

Back in the Woods

Unser Route bedeutet sowohl eine Rückkehr an einen bekannte und wichtige Orte als auch das erleben eines neuen Abenteuers wie wir es beide noch nicht erlebt haben.

Wir starten wieder in Osterode aber dieses mal umwandern wir den Sösetal Stausee auf der Westseite und tauchen dann direkt in die Wildniss ein.

Der erste Tag bringt uns erst mal nach oben… wir erklimmen den Ackerfestweg, der zwischen dem Schindelkopf (Berg) und der Hans-Kühnen-Burg verläuft (ca. 470 Hm auf 7,5 km). Auf diesem Pfad sind MoTwo und Ich auch auf unserer ersten längeren Wanderung gewandelt. Hier oben beginnt dann auch der Harzer Nationalpark.

Nun ist es ja so, hier in Deutschland gibt es Regeln, Gesetze & Abgrenzungen… und diese Nationalparkgrenze bedeutet für uns, und unser Vorhaben, jetzt den Unterschied zwischen einer Ordungswidrigkeit und einer Straftat. Das ist zwar für Uns, die wir ja die Natur ernst nehmen und lieben, sehr schade aber damit kann man ja umgehen… 150 Meter vor dem Schild ist es ja auch ganz schön ;-).

Wenn wir dann oben sind haben wir noch einiges zu tun… es gilt ein „geheimes“ Lager aufzubauen, Feuerholz für unseren Kocher zu sammeln, die „kleine Steinau“-Quelle zu finden und unser Abendbrot zuzubereiten.

Der zweite Tag (240 Hm auf knapp 14 km) führt uns dann in den Nationalpark hinein. Und gleich am Anfang wandeln wir auf einem „Höhenpfad“ den MoTwo und ich bereits bei unserer ersten Tour beschritten haben. Dort haben wor auf den Steinfeldern gesessen, haben Greifvögel von oben betrachtet und hier hat glaube ich auch das Wanderfieber angefangen an und zu Nagen. Nach diesem Abschnitt geht es dann über die Hans-Kühnen-Burg, auf der Westseite des Ackers zur Hubertushütte und dann, wieder raus aus dem Nationalpark, zur „Großen Klunke“ (ein Fluss) wo wir dann das zweites mal unser Lager aufschlagen werden.

Die Abschluss Etappe führt uns dann über die Silbertalhütte, wo wir dann noch einen neuen Stempel der Harzer Wandernadel einsammeln werden, zum Schluftenkopf (Berg) und dann zum Gasthaus „Rehberger Grabenhaus“ (12,4 km) wo wir es uns zum Schluss noch einmal gutgehen lassen wollen.

Das letzte Abenteuer wird dann darin bestehen wieder zum Auto zurück zu kommen. Entweder wir finden einen netten motorisierten Wanderer der uns, trampender Weise, nach Osterode mitnimmt oder wir müssen noch knapp 3 bis 4 Kilometer dranhängen und nach St. Andreasberg hinunterlaufen. Dort finden wir dann sicherlich ein Bus oder ein Taxi… mal sehen. Aber das ist ja das schöne am Wandern, man wandert einfach in den Tag hinein und schaut was kommt.

Ein paar Gedanken…

Ich bin ja echt mal Gespannt wie das wird. Die Tagesetappen befinden sich entfernungstechnisch im gewohnten Bereich, aber wir haben dann doch ein wenig mehr Ausrüstung dabei. Allein das Volumen von MoTwos neuen Rucksack hat sich mal eben von 20 auf 40 Liter verdoppelt! Und auch das Gewicht wird zunehmen. Bisher brauchten wir einfach keinen Schlafsack, keine Isomatte und keine Säge für Brennholz. Aber das macht ja den ganzen Spaß auch aus.

Man stelle sich nur vor, es ist morgens, leichter Nebel über dem Fluss, Harzduft in der Nase. Man wacht auf, entzündet ein Feuer und isst erstmal einen warmen Haferbrei und trinkt einen Tee (oder noch besser einen Kaffee). Überall zwitschert es und die Rehe laufen vorbei und schauen was sich da für zwei Gestallten in den Wald verirrt haben…
OK das klingt vielleicht ein albern aber die Bilder die man da im Kopf hat sind schon schön.

Tja, ob das ganze so kommt oder doch ganz anders werde ich euch dann noch berichten. Ich weiß nicht ob ich wie letztes Jahr wieder tagesaktuelle Berichte schreiben werde aber eine Zusammenfassung ist auf jeden Fall drin.

Bis dahin